Sportvereinigung Olympia 1914 Kassel e.V.

Silberbornstraße 66, 34134 Kassel, 0561 42525

 

DIE  HERBSTZEITLOSEN,

Wir stellen uns vor: 

Es liegen schon etliche Jahre hinter uns, nicht nur vom Alter her, sondern als Gemeinschaft in der Gemeinschaft.

Angefangen hat es ganz simpel, durch den Erfolg der ersten Damen-Mannschaft –vier bis fünf Spielerinnen waren für eine Mannschaft damals in 1978 erforderlich- die bei Olympia gegründet wurde. Nach erfolgtem gutem Abschneiden der Medenrunde hat man sich mal zum Kaffee eingeladen, die Kinder waren klein, wir konnten uns nur nachmittags treffen. Die Mannschaft musste auf 6 Spielerinnen und mind. 2 Ersatzspielerinnen aufgestockt werden, der Kreis wurde zum Treffen größer, wir waren nun acht Damen. Auch die Kinder wuchsen heran und wir trafen uns zu Schnittchen und Wein in den Abendstunden.

Es wurde eine eingeschworene Gemeinschaft, die zusammen blieb, auch wenn aus den verschiedensten Gründen manch eine Spielerin nicht mehr der Mannschaft zur Verfügung stand. Die regelmäßigen Treffen, Reihenfolge ergab sich von allein denn ab Oktober gab es jeden weiteren Monat ein Geburtstagskind und da musste gefeiert und aufgetischt werden. Bald gab es die tollsten Menüs, so manch eine Mutter unserer Jüngsten Damen musste dabei hilfreich zur Seite stehen. Da gab es kaum Gründe an diesen immer wieder regelmäßigen Treffen ab Oktober fern zu bleiben, denn in der Tennissaison sah man sich auf der Tennisanlage bei der Spvgg Olympia.

Keine ahnte zu diesem Zeitpunkt dass noch viele Jahre – bis heute folgen würden -.

Die Themen nicht immer nach Geschmack aller, denn die  Jahrgänge reichten von gerade mal 20 bis fast 50 Jahre, die ersten Wechseljahresbeschwerden der "grauen Panther" traten auf, andere hatten die ersten Liebesprobleme zu bewältigen, auch wurden noch Kinder geboren, und die alten Themen von einst wurden auf einmal wieder wichtig. Die Alten hatten schließlich Verständnis. Gerade diese Mischung, von allem etwas, ließ uns immer fester zusammenwachsen.

1983 wurde die Idee geboren, doch mal eine Fahrt zu unternehmen.

1984 war es endlich so weit, wir führen an die Mosel nach Traben Trarbach und wir erlebten wunderbare Stunden im Weinkeller mit einem charmanten Kellereibesitzer, der uns in die Geheimnisse des Weins einführte.

1986 endlich die nächste Fahrt – zwei Jahre Zeit zum planen, es sind immer herrliche Diskussionen -.  Diesmal haben wir uns die Heide auserkoren, ein nach dem Schlemmeratlas ausgesuchtes idyllisch gelegenes Hotel „Heide-Kröpke“ war unser Ziel. Hier ging es sportlich zu es musste eine Fahrradtour von 68 km absolviert werden.

Zwischenzeitlich gab es ein Problem, die Mannschaft bekam Zuwachs, konnten wir noch jemanden aufnehmen? Ja, ja, wir konnten und wollten. Fortan waren wir zu neunt.

1988 neues Ziel war Usseln im Sauerland, wir wollten auf die Bretter deshalb war die Fahrt statt im Herbst ausnahmsweise mal in den Februar gelegt worden. Es war herrlich bei Bingo und Tanz – natürlich wir Frauen allein -, was uns nur fehlte war der Schnee. Aber man konnte den Ettelsberg auch per Pedes erklimmen.

1990 diesmal war Speyer und Umgebung bis nach Frankreich rein unser Ziel. Der krönende Abschluss war eine Übernachtung im Motodrom vom Hockenheimring mit direkten Zugang an die Boxen bei einem Vorlauf eines Tourenwagenrennen – echt heiß – heiß auch der Abend mit den Rennfahrern an der Hotelbar.

1992 ein echter Höhepunkt, wir wollten mal 4 Tage verreisen – siehe da es machte immer noch allen Spaß zusammen zu sein -. Es ging nach Sylt über diese Fahrt, die wohl bisher alles übertraf, könnte man einen Roman schreiben, einfach genial.

1995 ein Baby kam dazwischen, der zweijährige Rhythmus war unterbrochen, ging es nach Freiburg in das Teil der Schwarzwaldklinik von Dr. Brinkmann, das hier erlebte in der wunderbaren Natur ist kaum zu beschreiben. Schau in´s Land, schau in den Dom, schau was ein schöner Markt und das Hotel direkt am Dom, ding, dong, ding, dong.

1997 Kultur war angesagt im Münsterland. Eine romantische Burgübernachtung, mit Nachtführung bei Kerzenschein sowie schlafen in altertümlichen Betten mit gewissen Separe´s auf knarrenden Fußdielen, hatten wir uns ausgesucht.

1999 jetzt musste eine Weltstadt herhalten Berlin wir kommen, dafür eigens einen Bus, mit perfekter Reisebegleiterin Emmi, gechartert. Ein abendfüllendes Programm sollte uns erwarten u.a. im Wintergarten Varietee..... usw.

2001 wieder Herbst, wieder Reisezeit nach Rothenburg o.d.T. Ein Nachtwächter führte uns zu mitternächtlicher Stunde durch die Burgmauern, wieder ein lauer Herbstabend und ein Weinlokal besonderer Note.

2003 Thüringen d.h. wandern mit Gepäck jeder bekam einen Rücksack und ab den Rennsteig rauf und runter so weit uns die Füße tragen konnten. Natur ist doch was herrliches, der krönende Abschluss für all die Müh ein Gourmetessen auf der Burg Hohenstein. Was kann schöner sein.

2004 ein Schmankerl mal zwischendurch, wir waren 2 Tage in Halle bei Gerry Weber open. Boris Becker, Roger Federer, Rainer Schüttler u.v.m. haben wir bestaunen können bis ins Endspiel, ein einzigartiges Erlebnis.

2005 nun aber wieder Herbst, unsere 2-Jahrsfahrt, wir waren in Bamberg viel Kultur, viele Geschäfte gute Kneipen. Die Stadtführung hat vielen gezeigt, warum Bamberg zur Weltkulturerbestadt gekürt wurde. Eine sehenswerte Stadt.

2007 die neuen ‚Bundesländer sollten jetzt von den Herbstzeitlosen aufgesucht werden. Wir fuhren mit dem ICE nach Leipzig. Einige von uns waren bisher noch nicht im Osten Deutschlands. Eine Stadt die einiges zu bieten hat und wir viel gesehen und erlebt haben.

Jetzt kam ein Wandel in unsere Reiselust, wir waren uns einig dass wir nun jedes Jahr eine Fahrt unternehmen wollen.

2008 Wie im Flug verging das letzte Jahr und wir fuhren schon wieder gemeinsam weg.Es sollte für alle ein unbekanntes Ziel sein, auch dies ist eine neue Regel, ein Organisationsteam plant die nächste Reise und keiner weiß wo es hin geht.Wir fuhren nach Mainz und aßen bei Lafer auf der Stromburg.

2009 nicht so weit weg von Kassel, es ging auf der A7 Richtung Hannover und wir machten unterwegs im Harz eine Besichtigung eines Klosters, aber hier sollte noch nicht unsere Zieladresse sein. Eine Stunde mussten wir uns noch gedulden dann waren wir in Westerburg-Hoya am Schloss angekommen, eine beeindruckende Kulisse  fanden wir hier vor.

2010 führte uns unsere Jahresfahrt nach Höxter im schönen Weserbergland. Die Besichtigung der Altstadt und des in der Zeit von 1648 bis 1794 erbauten Klosters Corvey waren die kulturelle Höhepunkte der Fahrt.

Wir freuen uns nach wie vor auf unsere Fahrten und Treffen, wobei wir nach wie vor viel Spaß und Freude haben.

-wird fortgesetzt-

Im August 2011,
Vera Hoffmeister

 

 

 

 

 

 

 

 

  

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