DIE HERBSTZEITLOSEN,
Wir stellen uns vor:
Es liegen schon etliche Jahre
hinter uns, nicht nur vom Alter her, sondern als Gemeinschaft in der
Gemeinschaft.
Angefangen hat es ganz simpel,
durch den Erfolg der ersten Damen-Mannschaft –vier bis fünf Spielerinnen waren
für eine Mannschaft damals in 1978 erforderlich- die bei Olympia gegründet
wurde. Nach erfolgtem gutem Abschneiden der Medenrunde hat man sich mal zum
Kaffee eingeladen, die Kinder waren klein, wir konnten uns nur nachmittags
treffen. Die Mannschaft musste auf 6 Spielerinnen und mind. 2
Ersatzspielerinnen aufgestockt werden, der Kreis wurde zum Treffen größer, wir
waren nun acht Damen. Auch die Kinder wuchsen heran und wir trafen uns zu
Schnittchen und Wein in den Abendstunden.
Es wurde eine eingeschworene
Gemeinschaft, die zusammen blieb, auch wenn aus den verschiedensten Gründen
manch eine Spielerin nicht mehr der Mannschaft zur Verfügung stand. Die
regelmäßigen Treffen, Reihenfolge ergab sich von allein denn ab Oktober gab es
jeden weiteren Monat ein Geburtstagskind und da musste gefeiert und aufgetischt
werden. Bald gab es die tollsten Menüs, so manch eine Mutter unserer Jüngsten
Damen musste dabei hilfreich zur Seite stehen. Da gab es kaum Gründe an diesen
immer wieder regelmäßigen Treffen ab Oktober fern zu bleiben, denn in der
Tennissaison sah man sich auf der Tennisanlage bei der Spvgg Olympia.
Keine ahnte zu diesem Zeitpunkt
dass noch viele Jahre – bis heute folgen würden -.
Die Themen nicht immer nach
Geschmack aller, denn die Jahrgänge
reichten von gerade mal 20 bis fast 50 Jahre, die ersten
Wechseljahresbeschwerden der "grauen Panther" traten auf, andere hatten die
ersten Liebesprobleme zu bewältigen, auch wurden noch Kinder geboren, und die
alten Themen von einst wurden auf einmal wieder wichtig. Die Alten hatten
schließlich Verständnis. Gerade diese Mischung, von allem etwas, ließ uns immer
fester zusammenwachsen.
1983 wurde die Idee geboren, doch
mal eine Fahrt zu unternehmen.
1984 war es endlich so weit, wir führen an die Mosel nach Traben
Trarbach und wir erlebten wunderbare Stunden im Weinkeller mit einem charmanten
Kellereibesitzer, der uns in die Geheimnisse des Weins einführte.
1986 endlich die nächste Fahrt – zwei Jahre Zeit zum planen, es
sind immer herrliche Diskussionen -.
Diesmal haben wir uns die Heide auserkoren, ein nach dem Schlemmeratlas
ausgesuchtes idyllisch gelegenes Hotel „Heide-Kröpke“ war unser Ziel.
Hier ging es sportlich zu es
musste eine Fahrradtour von 68 km absolviert werden.
Zwischenzeitlich gab es ein
Problem, die Mannschaft bekam Zuwachs, konnten wir noch jemanden aufnehmen?
Ja, ja, wir konnten und wollten. Fortan waren wir zu neunt.
1988 neues Ziel war Usseln im Sauerland, wir wollten auf die
Bretter deshalb war die Fahrt statt im Herbst ausnahmsweise mal in den Februar
gelegt worden. Es war herrlich bei Bingo und Tanz – natürlich wir Frauen allein
-, was uns nur fehlte war der Schnee. Aber man konnte den Ettelsberg auch per
Pedes erklimmen.
1990 diesmal war Speyer und Umgebung bis nach Frankreich rein
unser Ziel. Der krönende Abschluss war eine Übernachtung im Motodrom vom
Hockenheimring mit direkten Zugang an die Boxen bei einem Vorlauf eines
Tourenwagenrennen – echt heiß – heiß auch der Abend mit den Rennfahrern an der
Hotelbar.
1992 ein echter Höhepunkt, wir wollten mal 4 Tage verreisen –
siehe da es machte immer noch allen Spaß zusammen zu sein -. Es ging nach Sylt
über diese Fahrt, die wohl bisher alles übertraf, könnte man einen Roman
schreiben, einfach genial.
1995 ein Baby kam dazwischen, der zweijährige Rhythmus war
unterbrochen, ging es nach Freiburg in das Teil der Schwarzwaldklinik von Dr.
Brinkmann, das hier erlebte in der wunderbaren Natur ist kaum zu beschreiben.
Schau in´s Land, schau in den Dom, schau was ein schöner Markt und das Hotel
direkt am Dom, ding, dong, ding, dong.
1997 Kultur war angesagt im Münsterland. Eine romantische
Burgübernachtung, mit Nachtführung bei Kerzenschein sowie schlafen in
altertümlichen Betten mit gewissen Separe´s auf knarrenden Fußdielen, hatten
wir uns ausgesucht.
1999 jetzt musste eine Weltstadt herhalten Berlin wir kommen,
dafür eigens einen Bus, mit perfekter Reisebegleiterin Emmi, gechartert. Ein
abendfüllendes Programm sollte uns erwarten u.a. im Wintergarten Varietee.....
usw.
2001 wieder Herbst, wieder Reisezeit nach Rothenburg o.d.T. Ein
Nachtwächter führte uns zu mitternächtlicher Stunde durch die Burgmauern,
wieder ein lauer Herbstabend und ein Weinlokal besonderer Note.
2003 Thüringen d.h. wandern mit Gepäck jeder bekam einen Rücksack
und ab den Rennsteig rauf und runter so weit uns die Füße tragen konnten. Natur
ist doch was herrliches, der krönende Abschluss für all die Müh ein
Gourmetessen auf der Burg Hohenstein. Was kann schöner sein.
2004 ein Schmankerl mal zwischendurch, wir waren 2 Tage in Halle
bei Gerry Weber open. Boris Becker, Roger Federer,
Rainer Schüttler u.v.m. haben wir bestaunen können bis ins Endspiel, ein
einzigartiges Erlebnis.
2005 nun aber wieder Herbst, unsere 2-Jahrsfahrt, wir waren in
Bamberg viel Kultur, viele Geschäfte gute Kneipen. Die Stadtführung hat vielen
gezeigt, warum Bamberg zur Weltkulturerbestadt gekürt wurde. Eine
sehenswerte Stadt.
2007 die neuen ‚Bundesländer sollten jetzt von den
Herbstzeitlosen aufgesucht werden. Wir fuhren mit dem ICE nach Leipzig. Einige
von uns waren bisher noch nicht im Osten Deutschlands. Eine Stadt die einiges
zu bieten hat und wir viel gesehen und erlebt haben.
Jetzt kam ein Wandel in unsere
Reiselust, wir waren uns einig dass wir nun jedes Jahr eine Fahrt unternehmen
wollen.
2008 Wie im Flug verging das letzte Jahr und wir fuhren schon
wieder gemeinsam weg.Es sollte für alle ein unbekanntes
Ziel sein, auch dies ist eine neue Regel, ein Organisationsteam plant die
nächste Reise und keiner weiß wo es hin geht.Wir fuhren nach Mainz und aßen bei
Lafer auf der Stromburg.
2009 nicht so weit weg von Kassel, es ging auf der A7 Richtung
Hannover und wir machten unterwegs im Harz eine Besichtigung eines Klosters,
aber hier sollte noch nicht unsere Zieladresse sein. Eine Stunde mussten wir
uns noch gedulden dann waren wir in Westerburg-Hoya am Schloss angekommen, eine
beeindruckende Kulisse fanden wir hier
vor.
2010
führte uns unsere Jahresfahrt nach Höxter im schönen Weserbergland.
Die Besichtigung der Altstadt und des in der Zeit von 1648 bis 1794
erbauten Klosters Corvey waren die kulturelle Höhepunkte der Fahrt.
Wir freuen uns nach wie vor auf
unsere Fahrten und Treffen, wobei wir nach wie vor viel Spaß und Freude haben.
-wird fortgesetzt-
Im
August 2011,
Vera Hoffmeister