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Sportvereinigung Olympia 1914 Kassel e.V. Silberbornstraße 66, 34134 Kassel, 0561 42525 |
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Die Aufsteigerinnen 2009 in die Verbandsliga des HTV |
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Hinten von links: Petra Weigert, Karin Gutbier, Haike Streubel, Nadine von Sierakowski |
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vorne von links: Stefanie Becker, Michelle Dubbert |
Eine Tennissaison mit unerwartetem Ende
Da es diese Saison auch in
der Gruppenliga eine Vierergruppe gab, konnten wir den Aufstieg annehmen und
freuten uns auf acht hoffentlich erfolgreiche Spiele gegen natürlich
ausschließlich südhessische Mannschaften. Naja – dies war keine Überraschung
für uns.
Am 10. Mai ging es dann
endlich los. Das erste Spiel war ein Heimspiel und wir dachten, wir können zu
Hause einen guten Start hinlegen, um eine Grundlage für den Klassenerhalt zu
schaffen. (ZU HAUSE: das heißt eine
gepflegte Anlage mit den besten Plätzen, die wir in der Saison zu Gesicht
bekamen und zu verdanken haben wir das Walter Gutbier! Auf diesem Weg nochmal
ein besonderes Dankeschön dafür.) Aber es kam anders. Karin wollte sich wegen
ihrem Fuß noch nicht zu viel zumuten und verzichtete auf ihr Einzel. Nadine
sprang ein. Wir mussten eine unglückliche Niederlage einstecken und in unseren
Köpfen kamen Zweifel auf.
Trotzdem musste es
weitergehen. Schließlich hatten wir noch sieben Spiele vor uns. In Gelnhausen
kam es zu einem Krimi à la Hitchcock. Michelle holte die einzigen Einzelpunkte
nach Hause. Wir mussten somit beide Doppel gewinnen. Aber in dieser Notlage
waren wir ja nicht zum ersten Mal in unserer Laufbahn. Wir vertrauten auf
unsere altbewerten Doppel und es gelang uns wirklich. Haike und ich gewannen
souverän und als wir mit dem Duschen fertig waren, fieberten wir am
Spielfeldrand mit Karin und Petra. Es war ein unglaublich spannendes
Dreisatzmatch.
Gegen Büttelborn traten wir
bei Olympia das erste Mal in Vollbesetzung an und es gelang uns den zweiten
Sieg zu verstreichen. Wir gewannen mit 10:4. Danach war uns klar, dass wir es
vielleicht doch schaffen können, die Klasse zu halten. Wir malten uns aus, dass
ein Sieg noch her musste, um auf Nummer sicher zu gehen.
Beim Verbandsligaabsteiger
in Eichenzell war uns vorher klar, dass wir an diesem Tage nichts zu sagen
haben. Wir verloren mit 5:9. Doch so ganz aussichtslos war es eigentlich nicht.
Beim letzten Spiel vor der
Sommerpause besuchte uns Bensheim, was uns sehr freute, da wir somit die lange
Strecke nicht hinter uns legen mussten. Als wir morgens auf die Anlage kamen,
konnten wir unsere Gegner schon auf Platz 1 bewundern und an dieser Stelle muss
ich ein Zitat von Karin einfügen: „Steffi, ich weiß nicht, wer von uns heute
punkten wird, aber ich werde es sicher nicht sein!“ So ganz konnte ich in
diesem Moment nicht darüber lachen. Jetzt schon! Denn Karin, der Schein trügt!
Um es kurz zu fassen, wir gewannen 14:0.
Nun waren Ferien und somit
fünf Wochen Spielpause. Wir überschlagen und können sagen, dass die Hinrunde
doch sehr erfolgreich war, bis auf das erste Spiel, das wir unnötig verloren
haben. Karins Fuß bereitete ihr keine Probleme mehr, die erwarteten
Sprachbarrieren ließen auf sich warten, die Gegner waren sogar alle unerwartet nett
und mit dem Klassenerhalt schien es ganz gut auszusehen. Doch ein Blick in
unsere Tabelle verriet uns, dass alle Mannschaften ganz dicht beieinander
lagen. Ganz sicher konnten wir also doch nicht sein. Also konzentrierten wir
uns immer nur auf das bevorstehende Spiel.
Dies fand nach der Pause in
Friedberg statt. Die Anlage war nicht leicht zu finden, da hatte sogar das Navi
seine Probleme. An diesem Tag kamen wir ordentlich ins Schwitzen. Bei brütender
Hitze spielte Petra ein Dreisatzmatch und musste sich nach vergebenen
Matchbällen auch noch knapp geschlagen geben. Während Petra noch spielte,
machten wir uns das erste Mal Gedanken darüber, wie viele Teams überhaupt
absteigen. Wir lasen in unserer Mappe und siehe da: es steigt nur einer ab! Wir
verloren alle Einzel und konnten mit den Doppeln nur noch für Ergebnis-Kosmetik
sorgen. Dies gelang nur bedingt. Karin und Petra verloren. Aber Haike und ich
konnten nach einem Krimi-Match noch drei Ehrenpunkte einfahren.
Gegen Ebersburg in der Rhön
holten wir uns Sieg Nummer 4. Das letzte Heimspiel konnten wir mit 12:2
gewinnen. Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns in der Mitte der Tabelle, was
eine gute Ausgangsposition für das letzte Spiel in Kiedrich darstellte. Denn
wir hatten ja nicht nur nachgelesen, dass nur eine Mannschaft absteigt, sonder
auch, dass DREI Teams aufsteigen. Wenn Groß-Bieberau im letzten Spiel verliert
und wir gewinnen, ist sogar der Aufstieg perfekt! Aber sind wir mal ehrlich:
das sind doch alles Hirngespinste!
Da die Anfahrt nach Kiedrich
sehr weit ist und es unser letztes Spiel war, hielten wir eine Übernachtung in
Mainz für einen schönen Abschluss der Saison 2009. Leider konnten Haike und
Michelle nicht mitkommen. Wir reisten Samstagmorgen schon früh an und
besichtigten zuerst die Plätze in Kiedrich. Doch wir bekamen einen Schrecken
und mochten eigentlich wieder nach Hause fahren. Aber wir blieben und besuchten
Kloster Eberbach. Als wir am Lerchenberg enttäuscht wurden, da man uns keinen
Einlass gewährte, fuhren wir in unser Hotel und waren glücklich über die
einwandfreie Hotelauswahl. Wir holten Nadine vom Bahnhof ab und gingen dann
zusammen in die Stadt. Wie mit uns abgesprochen war an diesem Wochenende
Weinfest in Mainz, was ohne unseren Besuch natürlich nicht enden durfte.
Am nächsten Morgen wurde es
dann ernst. Trotz des guten Frühstücks, konnten wir uns noch ausreichend
bewegen. Es stand unentschieden nach den Einzeln und wir mussten beide Doppel
gewinnen, um den letzten Sieg perfekt zu machen. Und es ist kaum zu glauben,
aber wir haben es geschafft, lagen uns in den Armen und freuten uns über den
Sieg. Ja, über den Sieg und nicht über einen Aufstieg. Denn wir wussten ja noch
gar nicht wie Groß-Bieberau gespielt hat. Somit ging es in die Dusche und danach
zu einem super Abschlussessen mit Bowle. Die Gastgeber waren nett und sehr
gastfreundlich. Auch Petras Mama, die als „Ersatz“ (im doppelten Sinne)
mitgereist war, wurde sofort in die Gruppe aufgenommen. Auch wenn wir Gegner
waren, merkte man am Ende nicht mehr, wer zu welchem Team gehörte. Und sind wir
mal ehrlich: soll es so nicht immer sein?
Als wir uns Kassel näherten,
wurden wir von Nadine zu einem spontanen Umtrunk eingeladen. Die Chance ließen
wir nicht ungenutzt und schauten gespannt im Internet nach dem Ergebnis des
bislang noch drittplatzierten Groß-Bieberau. Nach mehrmaligem Aktualisieren der
Internetseite stand fest: nein, sie spielten unentschieden und das hieß
Punktgleichheit. Das reicht nicht. Oder doch? Denn wir haben schließlich fünf Siege
auf unserem Konto und Groß-Bieberau nur drei. Aber wir stehen trotzdem auf
Platz 4. Die Wettspielordnung musste studiert werden und daraufhin doch noch
ein Gläschen Sekt her.
Wir haben Recht! Wir sind in
die Verbandsliga aufgestiegen!
Auch wenn es wahrscheinlich
eine Nummer zu groß für uns ist, sehen wir es als Versuch. Wir werden trotzdem
alles geben und freuen uns schon jetzt auf die nächste Saison.
Am Ende möchte ich noch
sagen, dass ich sehr stolz auf unsere Mannschaft bin. Wir sind in den letzten Jahren
sehr zusammengewachsen und wir hätten nur halb so viel erreicht, wenn wir als
Team nicht so stark gewesen wären. Es macht super viel Spaß mit euch. Danke
dafür!
Eure Steffi