Sportvereinigung Olympia 1914 Kassel e.V.

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Enstehung der Tennisabteilung

Es war im Jahre 1976, Steffi Graf und Boris Becker spielten noch auf Schülerturnieren, da beschloss die Mitgliederversammlung der Sportvereinigung Olympia 1914 die Neugründung der Sparte Tennis.

Der geschäftsführende Vorstand unter der Leitung von Walter Koch wollte ein erweitertes Angebot zur sportlichen Betätigung für interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger des Ortsteils Niederzwehren schaffen und auch die Aktiven der Fußballabteilung animieren, über das Ende ihrer Fußballkarriere hinaus Mitglied der Sportvereinigung zu bleiben und den großen Lederball gegen die kleine Filzkugel auszutauschen. Der Neuaufnahmen wurde die Mitgliederzahl von 450 auf 700 Mitglieder gesteigert und so­mit die finanzielle Basis des Vereins erweitert. Ganz abzusehen von dem Gewicht der Stimme des 1. Vorsitzenden in Sportgremien der Stadt, auf Kreis- und auf Bezirksebene.

Mit dem Aufbau der neuen Abteilung wurden die Sportkameraden Roland Wasko, Achim Mock und Karl-Jürgen Staub betraut.

Nach 6monatiger Planungszeit konnte mit dem Bau von 4 Sandplätzen begonnen werden. Ohne die kooperative Mitarbeit des Magistrats der Stadt Kassel, insbesondere des Sportamtes, hätte die Baubeginn mit Sicherheit auf einen späteren Termin verlegt werden müssen. Der erste Spatenstich ist dem einem oder anderen noch in guter oder aber auch in nicht so guter Erinnerung. Allen Anwesenden beim ersten Spatenstich war klar, das sich dadurch die Sportvereinigung Olympia erheblich verändern würde.

 Mittels Einsatz eines von Hans Völlmer organisierten Baggers konnten erst die Voraussetzungen für den Bau der Sandplätze durch die Firma Köhler geschaffen werden.

Die Mitglieder der neuen Sparte krempelten die Ärmel auf und es wurde in ca. 3.100 Arbeitsstunden gegraben, betoniert, gepflanzt und gesät. Ein Zaun von 500 m Länge zur Begrenzung des ehemals  großen Geländes musste gezogen werden.Viel Schweiß ist geflossen, aber Spaß hat es auch gemacht.

Die Mitgliederzahlen des Gesamtvereins entwickelten sich stark nach oben und die schöne Anlage animierte immer mehr Außenstehende, sich in der Tennissparte unserer Sportvereinigung anzumelden. Leider konnten nicht alle Mitglieder aufgenommen werden.

Durch den Neubau der ICE-Trasse der Bundesbahn ging uns ein erhebliches Stück unserer schönen Anlage verloren. Teilweise „zierte" sogar ein hässlicher Bauzaun unsere Anlage. Bald war auch diese Zeit vorbei und wir konnten die neue aber verkleinerte Anlage wieder herrichten und ganz für uns in Besitz nehmen.

Im Jahre 1988 haben wir dann 2 neue Tennisplätze, die Plätze 5 und 6, gebaut, um der gestiegenen Nachfrage um Aufnahme in unsere Tennisabteilung Rechnung zu tragen. Die Mitgliederzahlen stiegen nochmals auf nunmehr insgesamt 430 tennisspielende Personen an.

Es war nicht ganz unproblematisch, die vielen neuen Mitglieder mit einer neuen Sportart in den "Fußballverein" Olympia zu integrieren.

Doch heute, 30 Jahre nach dem Start der Tennisabteilung, sind die Probleme weitestgehend abgebaut. Langsam hat auch der letzte „Altolympianer" verstanden, dass wir zwei gleichwertige Abteilungen sind, die den ganzen Verein Olympia darstellen und dass sich beide Abteilungen brauchen, um gemeinsam stark zu sein.

Obwohl der Breitensport in unserer Tennisabteilung den absoluten Vorrang hat, kommt der Leistungssport nicht zu kurz. Im Rahmen der uns gegebenen Möglichkeiten fördern wir den Leistungssport, so dass heute jährlich 12 bis 14 Jugend- und Erwachsenenmannschaften die Meisterschaftsrunden des HessischenTennisverbandes spielen. Die Erfolge unserer Mannschaften sowie unsere Einzelspieler in den Medenrunden sowie bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften oder aber auch bei offenen Turnieren können sich sehen lassen.

Gerade die Jugendarbeit nimmt bei uns einen hohen Stellenwert ein. Ein durch Siegfried Gothe und Delia Vivell erstmals erarbeitetes und durch Karin Gutbier, Tanja Sittig und Manuela Wagener weiter verfeinertes  Trainings- und Förderprogramm soll helfen, die Jugendlichen an den Verein zu binden und später unserer Seniorenmannschaften stark zu machen.

Dass nicht alle Jugendlichen, vor allem die besten, unserem Verein erhalten bleiben ist eine nicht zu verhindernde Tatsache. Auch die, die sich einem anderen Verein anschließen um dort in Klassen zu spielen, die wir nicht erreichen können, sind ein Erfolg unserer Jugendarbeit. Jeder Jugendliche, der bei uns das Tennisspiel erlernt und dann , in welchem Verein auch immer, Tennis spielt, ist unter Umständen  ein Jugendlicher weniger, der mit seiner Freizeit nichts anzufangen weiß.

Heute, lange Jahre nach der Gründung unserer Tennisabteilung, Steffi Graf und Boris Becker haben Ihre Weltkarrieren hinter sich und spielen Tennis nur noch zum Spaß, haben wir es schwer die Zahl der sich jährlich abmeldenden Mitglieder durch Neuaufnahmen zu kompensieren.

Damit unsere Abteilung sich weiterentwickeln kann, ist es unumgänglich, dass mehr jüngere Mitglieder bereit sind in den Gremien der Abteilung ehrenamtlich mitzuarbeiten.

Die ehrenamtliche Mitarbeit in einem Verein ist eine schöne und lohnende Aufgabe. Zugegeben, sie ist nicht immer leicht, aber das A und O einer jeden Sportgemeinschaft ist die ehrenamtliche Mitarbeit, weil wir sonst bezahlte Sportmanager  anstellen müssten, die dann über die Mitgliederbeiträge finanziert werden müssen. Die Folge wäre ein Anstieg der Mitgliederbeiträge um  ca. 100% und führt unweigerlich dazu, dass ein Teil unserer Mitglieder die gestiegenen Beiträge nicht mehr aufbringen können, weil  sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr über ein geregeltes, ausrteichendes Einkommen verfügen.

Und weil das keiner will bittet der Vorstand der Tennisabteilung um mehr ehrenamtlichen Einsatz.